Interview 2026, Teil 1
Yukinori Matsumoto [Junior Coach des spanischen Tischtennisverbands]
Yukinori Matsumoto war beim Stärkebereich des Japanischen Tischtennisverbands tätig. Vor vier Jahren ging er nach Spanien und begann dort als Coach zu arbeiten.
In den letzten Jahren treten viele Player in der spanischen Liga an, doch was ist in Spanien eigentlich los? Wir haben mit ihm über seine Arbeit und die japanischen Player in Spanien gesprochen.
[Yukinori Matsumoto]
Geboren am 8. September 1987, stammt aus der Präfektur Hyogo. Er begann beim Tona Takken mit dem Tischtennis, erreichte mit der Takigawa Daini High School bei den Inter-High-Schulmannschaftswettbewerben die Top 8 und verbuchte an der Kinki-Universität in der Kansai-Studentenliga eine Bilanz von 36 Siegen und 12 Niederlagen, wofür er einen Sonderpreis erhielt. Nach dem Abschluss arbeitete er zunächst in einem privaten Unternehmen, wurde dann Verwaltungsmitarbeiter an der Elite Academy des Japanischen Tischtennisverbands und fungierte auch als Trainingspartner des Nationalteams. 2022 ging er nach Spanien, sammelte zunächst als Player Erfahrungen in der spanischen Liga und ist heute als Junior Coach des spanischen Tischtennisverbands tätig; außerdem ist er U13-Nationaltrainer. Derzeit lebt er in Barcelona
Im vierten Jahr in Europa: Berufung zum U13-Nationaltrainer der Mädchen und die aktuelle Nachwuchsförderung in Spanien
Manchmal fahren wir auch zu anderen Clubs, manchmal holen wir die Player nach Barcelona
●−Seit Ihrem Wechsel nach Barcelona – wie viele Jahre sind inzwischen vergangen?
Matsumoto Ich bin jetzt ins vierte Jahr gestartet. Derzeit arbeite ich am Nationalen Trainingszentrum (CAR) in Barcelona und betreue vor allem weibliche Junior-Player. Einige Player sind inzwischen älter geworden und in den Seniorenbereich gewechselt, deshalb übernehmen wir gemeinsam mit anderen Coaches auch deren Betreuung und Trainingspartneraufgaben.
Bei denjenigen, die täglich zum Training in die Anlage kommen, gibt es keine klar getrennte Einteilung in Junioren und Senioren; eher ist das wie in Bereiche aufgeteilt. Ich betreue dort sowohl Player, die vor Ort wohnen und im Trainingslager leben, als auch jene, die sich in der Nähe eine Wohnung gemietet haben und pendeln.
●−Ist dieses Nationale Trainingszentrum ungefähr so zu verstehen wie das „Nationale Trainingszentrum (NTC)“ in Akabane in Japan?
Matsumoto Ja, es ist eine umfassende Einrichtung, in der Player aus verschiedenen Sportarten zusammenkommen. Der große Unterschied zur JOC Elite Academy in Japan ist allerdings, dass auf dem Gelände selbst auch eine Mittel- und eine Oberschule angesiedelt sind. Man kann es sich eher wie das französische INSEP (Nationales Institut für Sport, Expertise und Leistung) vorstellen. Physiotherapeuten, ein Ärzteteam, Ernährungsberater und Experten für Biomechanik sind ebenfalls komplett vertreten.
●−Wie viele Table stehen dort ungefähr?
Matsumoto Es gibt 10 Table. Grundsätzlich ist das Zentrum in Barcelona auf Frauen spezialisiert, das Trainingszentrum für Männer befindet sich in Madrid.
●−Wenn ich Ihre Nachrichten und Social-Media-Beiträge anschaue, habe ich immer den Eindruck, dass Sie viel unterwegs sind. Mit WTT-Jugendturnieren und Trainingscamps wirkt der Terminkalender ziemlich dicht.
Matsumoto Die Trainingscamps sind wirklich sehr unterschiedlich. Manchmal fahren wir auch zu anderen Clubs, manchmal holen wir die Player nach Barcelona. Seit September 2025 bin ich als Nationaltrainer der U13-Mädchen in Spanien tätig geworden.
●−Das ist doch ein Aufstieg, also ein reibungsloser Karriereschritt!
Matsumoto Ob das nun ein Aufstieg ist oder einfach nur Personalmangel, weiß ich nicht genau haha. Ich bin für alle Mädchen bis einschließlich U13 verantwortlich. Manchmal kümmere ich mich auch um die Jungen, aber grundsätzlich geht es um die Mädchen, also bin ich im Moment ziemlich eingespannt.
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