O-KOKU
卓球王国

The worlds leading table tennis magazine, since 1997

O-KOKU
QIU Jianxins „professioneller Blick“: Warum versammeln sich Spieler bei diesem Mann?

QIU Jianxins „professioneller Blick“: Warum versammeln sich Spieler bei diesem Mann?

Nachdem er chinesischer Meister geworden war, kam QIU Jianxin nach Japan. Später ging er nach Deutschland, wo er in der Bundesliga erfolgreich spielte und danach Proficoach wurde. Einst betreute er Olympiamedaillengewinner wie Jun Mizutani und Kasumi Ishikawa. Heute kommen Spitzen- und Nachwuchsspieler in die von ihm in Osaka eröffnete „Qiu Tischtennis-Schule“. Warum zieht dieser Mann die Spieler so an? Und worin besteht seine Trainingsphilosophie? <取材2023年>

Foto = Manabu Nakagawa Photographs by Manabu Nakagawa 

Qiu Jianxin
Geboren am 26. Dezember 1965, stammt aus der Provinz Jiangsu, China. Ehemaliger chinesischer Nationalspieler. Mit 21 wurde er chinesischer Meister und brachte später in der deutschen Bundesliga viele Spieler als Coach voran

Wichtig ist nicht die Vorliebe des Trainers, sondern die Stärken und Schwächen der Spieler genau zu erkennen.

Was für ein Mensch ist Qiu Jianxin?

Bei der chinesischen Meisterschaft 1986 gewann er mit der Mannschaft, im Einzel und im Herren-Doppel drei Titel. Als ehemaliger chinesischer Nationalspieler wurde er 1987 Studentenweltmeister. 1989 spielte er in der 1. Bundesliga für „Steinhagen“ und später für „Mülheim“ und „Frickenhausen“. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere schlug er als Trainer bei „Frickenhausen“ den Weg ins Coaching ein. Als das Team in der Saison 2005/2006 deutscher Meister wurde, erhielt er im selben Jahr den Titel „Coach of the Year“. 2014 gründete er in Deutschland das „BTTC (Butterfly Table Tennis Center)“ als Zentrum für die intensive Ausbildung junger Spieler aus Japan und Europa. In Japan war er außerdem als temporärer Coach an der Saitama Institute of Technology Fukaya High School und später an der Aomori Yamada Gakuen tätig.

Seit 2013 ist er Privatcoach von Jun Mizutani (Kinoshita Group) und Kasumi Ishikawa (Zen-Noh) und betreute auch Mizuki Oikawa (Kinoshita Group), Miyu Kato (Kichijoji Table Tennis Club) und andere. Von 2018 bis 2021 war er zudem Gesamttrainer von Kinoshita Meister Tokyo und Kinoshita Abyell Kanagawa in der T-League. Derzeit hat er in Fujidera, Osaka, die „Qiu Tischtennis-Schule“ eröffnet und betreut dort viele Spieler. Im November 2022 schloss er einen Vertrag als Privatcoach mit Adriana Diaz (Puerto Rico, Weltrangliste Nr. 12). Der deutsche Nationalspieler Dang QIU ist Qiu Jianxins zweiter Sohn.

◇

●ーWer waren Ihre Zeitgenossen in China?

Qiu Ich bin ein Jahr jünger als Jiang Jialiang (ehemaliger Weltmeister) und Chen Longcan (ehemalige Nummer 2 der Welt). Über mir waren Chen Xinhua und Teng Yi. Jiang Jialiang und Chen Longcan spielten mit Penholder und glattem Belag, also wären wir zu dritt gewesen, wenn ich dazugekommen wäre – das hätte für die chinesische Nationalmannschaft nicht gereicht. Bei Weltmeisterschaften durften doch nur fünf antreten. China stellte in jener Zeit zwei Penholder, zwei Shakehand-Spieler und dazu einen Chop-Spieler. Mir war klar, dass ich keine Chance bekommen würde.

Bis ich 23 war, blieb ich in China. Danach kam ich nach Japan und arbeitete dort ein Jahr lang als Trainer an der Saitama Institute of Technology Fukaya High School, aber weil das Visum meiner Frau nicht genehmigt wurde, ging ich nach Deutschland. Ich spielte ein Jahr lang in der 1. Bundesliga bei „Steinhagen“ und kam dabei auf 31 Siege und 5 Niederlagen. In Deutschland war ich bis 2001 insgesamt etwa 13 Jahre lang als Spieler aktiv. Danach begann ich um 2003 zu lernen, erwarb die deutsche Trainerlizenz und wurde Trainer bei „Frickenhausen“.

Dieser Inhalt ist kostenpflichtig

Mit einem Abonnement können Sie alle kostenpflichtigen Artikel einsehen

Teilen