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Ist der Tischtennistisch für Japaner etwas Heiliges – oder nur ein Verschleißartikel?

Ist der Tischtennistisch für Japaner etwas Heiliges – oder nur ein Verschleißartikel?

Beim Umgang mit dem Tischtennistisch gibt es große Unterschiede zwischen Japan und dem Ausland

Die Sportart Tischtennis wird auf einem hölzernen Tischtennistisch ausgetragen. Unter den vielen Sportarten gibt es keine andere, bei der man sich rund um eine Wettbewerbsfläche auf einer „Plattform“ bewegt, die weder Boden noch Spielfeld im herkömmlichen Sinn ist, und dabei den Ball hin und her schlägt.

Ursprünglich soll Tischtennis in den 1880er-Jahren in England entstanden sein: Adlige, die Lawn Tennis (Freilufttennis) spielten, erfanden es als Miniatur-Tennis für drinnen, um es an Regentagen zu genießen. Die Größe des Tischtennistisches beträgt „Länge 2.740 mm × Breite 1.525 mm × Höhe 760 mm“. In Millimetern wirkt diese Angabe etwas ungerade, doch das ist ein Überbleibsel davon, dass die Norm ursprünglich in Fuß festgelegt war: „9 Fuß lang × 5 Fuß breit“.

Bei einer Internetsuche findet man auch günstige Tischtennistische für etwa 30.000 bis 40.000 Yen. Doch weil die Platte dünn und die Beine recht filigran sind, mag das für Freizeitzwecke reichen, für den Wettkampfbetrieb lässt sich die Haltbarkeit aber nicht garantieren. Auch der Ball springt nicht ausreichend. Wer hingegen die Kataloge von Spezialherstellern wie BUTTERFLY, Nittaku, VICTAS oder San-Ei ansieht, findet Wettkampftische für rund 100.000 bis 200.000 Yen. Die Platte ist dicker, die Beine sind stabil, und Auf- sowie Abbau lassen sich Smooth erledigen. Wer ordentlich den Ball hin- und herspielen will, braucht eben auch ein gewisses Budget.

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