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[Archiv] OH Kwang Hun: „Im Match ist man doch angespannt. Deshalb trainiere ich hart.“

[Archiv] OH Kwang Hun: „Im Match ist man doch angespannt. Deshalb trainiere ich hart.“

Oh Kwang-hun [ehemaliger Cheftrainer der südkoreanischen Frauen-Nationalmannschaft] Vol. 2

Oh Kwang-hun blickt auf eine 22-jährige Trainerkarriere in Japan und 10 Jahre in Südkorea zurück. Er hat einen langen Weg als Trainer hinter sich. Schon daran sieht man, wie wichtig ihm die Zeit als Trainer in Japan war. Dies ist Vol. 2 des exklusiven Long-Interviews mit Oh Kwang-hun, der nach den Olympischen Spielen in Paris als Cheftrainer der südkoreanischen Nationalmannschaft zurücktrat. <Interview 2024> OLYMPIC PHOTO Remy Gros

Oh Kwang-hun  오・グァンホン

Geboren am 9. September 1970 in Bucheon, Südkorea. Seit seinem 22. Lebensjahr trainierte er als professioneller Tischtennis-Coach die Seoul Commercial High School; mit 24 kam er nach Japan und war Trainer an der Shukutoku Junior College (später Shukutoku University). Danach wurde er Coach der japanischen Frauen-Nationalmannschaft und Cheftrainer der Frauen-Junioren-Nationalmannschaft. 2017 kehrte er nach Südkorea zurück und übernahm nach der Station als Trainer eines Unternehmens-Teams 2022 den Posten des Cheftrainers der südkoreanischen Frauen-Nationalmannschaft. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris gewann er in Mixed Doubles und im Frauen-Teamwettbewerb zwei Medaillen. Derzeit (2024) ist er GM des Unternehmens-Teams „Boram“

Bei einem Match ist man doch angespannt. Deshalb trainieren wir hart. Wenn man die Trainingshalle betritt und an das denkt, was man geübt hat, wird alles leichter

●—Herr Oh, Sie sprechen inzwischen perfekt Japanisch. Seit wann können Sie so gut sprechen?

Oh Kwang-hun(OH Kwang Hun im Folgenden Oh) Ich war in Japan nur sechs Monate auf einer Sprachschule. Der Kurs war eigentlich auf ein Jahr angelegt, aber weil ich ständig zu Matches oder auf Reisen war, konnte ich nicht zur Schule gehen. Am Ende habe ich also nur sechs Monate teilgenommen.

●—Aber nur in der Schule wird man ja nicht so gut. Sie sind also jeden Tag im Shukutoku-Training besser geworden?

Oh Ich habe mir gedacht, dass ich in der Praxis Spielerinnen und Spieler anleiten muss und dafür Gespräche nötig sind. Ich musste also gut sprechen können und habe mir deshalb Vokabeln eingeprägt. Außerdem wurde ich durch das tägliche Sprechen mit den Spielerinnen und Spielern nach und nach besser.

●—Ab wann hatten Sie das Gefühl, dass es jetzt gut genug ist?

Oh Ab 2001 wurde es etwas besser.

●—Damals war Shukutoku in der japanischen Tischtennis-Szene für das harte Training und die anstrengenden Übungen bekannt. 

Oh Wenn man im Training nicht hart ist, ist man im Match doch angespannt. Deshalb trainieren wir hart. Wenn man die Match-Halle betritt und an das denkt, was man trainiert hat, wird es leichter. So habe ich auch mit den Spielerinnen und Spielern gesprochen und sie geführt.

Zum Beispiel habe ich im Training mit den Spielerinnen und Spielern gesprochen: „Weil dein Backhand so gut ist, stärken wir den Vorhand-Step-around-Attack aus dem Backhand-gegen-Backhand-Spiel. Dann wird es einfacher, Punkte zu machen.“

●—Sie haben schon in Seoul Mädchen-Teams betreut. Dann kamen Sie nach Japan und arbeiteten bei Shukutoku. Es waren also immer Frauenteams, oder? Hatten Sie nie besonders den Wunsch, Jungen zu trainieren?

Oh Bei den Männern habe ich 2017 nach meiner Rückkehr nach Südkorea ein Männer-Unternehmens-Team trainiert. Das war „Boram Halleluya“ (im Folgenden Boram). Ich war dort fünf Jahre lang tätig.

Training an der Shukutoku University in Japan im Jahr 2002

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