Shin Yubin gewann bei den Olympischen Spielen in Paris zwei Medaillen im Mixed-Doppel und im Mannschaftswettbewerb.
In Korea brach ein „Tischtennis-Boom“ aus, und Shin Yubin wurde so beliebt, dass sie als „kleine Schwester der Nation“ bezeichnet wurde. Wir baten die Olympiamedaillengewinnerin, auf die begeisternden Olympischen Spiele in Paris zurückzublicken.
<August 2025>
Foto: Manabu Nakagawa / ITTF Remy Gros
[Shin Yubin]
Geboren am 5. Juli 2004, stammt aus Suwon, Gyeonggi-do, Südkorea. Schon in jungen Jahren erregte sie als Tischtennis-Wunderkind Aufsehen und ist seit ihrem 15. Lebensjahr international erfolgreich. Bei den Asienspielen 2023 gewann sie Gold im Damen-Doppel und Bronze im Einzel. Bei der Weltmeisterschaft 2023 gewann sie Silber im Damen-Doppel. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris gewann sie Bronze im Mixed-Doppel und mit dem Damenteam. Weltranglistenplatz 9 (Stand: 10. Januar). In der T-League spielt sie für Kyushu Astida
Ein Brief von Trainer Woo Kwang-hun nach den Anfeindungen. Shin Yubin war zutiefst bewegt und fühlte sich gestärkt
Mit zwei Medaillen bei den Olympischen Spielen in Paris im Alter von 20 Jahren wurde Shin Yubin zu einer nationalen Heldin.
Bei den WTT Finals Fukuoka (November 2024) gab sie bereitwillig ein Interview nach dem Spiel und hinterließ mit ihrer Art zu sprechen den Eindruck einer klugen Athletin.
Shin Yubin, die als Tischtennis-Wunderkind große Aufmerksamkeit auf sich zog, besuchte nach dem Mittelschulabschluss keine Oberschule, sondern trat dem Unternehmens-Team Korean Air bei und begann ihre Laufbahn als Profispielerin. Sie gilt als eine Spielerin, die die nächste Generation des koreanischen Tischtennissports anführen wird, engagiert sich aber auch stark sozial: So spendete sie mit ihrem ersten Gehalt Sportschuhe an eine Kinderfürsorgeeinrichtung. Berichten zufolge spendet sie auch heute noch das Preisgeld ihrer bei Turnieren gewonnenen Medaillen an Waisenhäuser und Krankenhäuser, und auch die Einnahmen aus ihrem Werbevertrag mit einem Lebensmittelhersteller nach den Olympischen Spielen hat sie an den koreanischen Grundschul-Tischtennisverband gespendet.
Obwohl sie schon in ihren Teenagerjahren solch edles Verhalten zeigte, wurde sie in der Vergangenheit auch angefeindet. Laut dem ehemaligen koreanischen Nationaltrainer Woo Kwang-hun hagelte es nach der Niederlage gegen China bei der Weltmeisterschaft in Busan im Februar 2024 in Medien und sozialen Netzwerken Kritik wie „zu dick“ oder „zu wenig Trainingsumfang“.
„Die 19-jährige Shin Yubin befand sich sowohl körperlich als auch seelisch in einer sehr schwierigen Phase. Selbst wenn sie etwas auf dem Herzen hatte, schwieg sie, weil sie befürchtete, dass sie erneut kritisiert würde, wenn sie es aussprach.“ (Woo Kwang-hun)
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