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„Schock: Mit 33 Jahren die Nummer 9 der Welt“ Winter wurde mit der teuflischen Kraft des „Anti-Lrubbers“ wiederbelebt – Teil 1

„Schock: Mit 33 Jahren die Nummer 9 der Welt“ Winter wurde mit der teuflischen Kraft des „Anti-Lrubbers“ wiederbelebt – Teil 1

Sabine Winter

Sabine WINTER  GERMANY

Im November, als sie 32 war, traf Sabine Winter eine große Entscheidung. Die Hardhitterin, deren Markenzeichen der „mit Fußarbeit erzielte kraftvolle Vorhandangriff“ ist, wagte einen radikalen Wandel und änderte die Belagseite auf der Rückhand zu Anti-Lubber, also eine Veränderung, die ihren eigenen Spielstil geradezu zerstört. Für sie, die lange Zeit als deutsche Nationalspielerin an der Spitze aktiv gewesen war, war das eine überaus kühne Herausforderung.

Jetzt steht die 33-Jährige weltweit im Fokus. Wir gehen der wahren Absicht hinter Winters Entwicklung auf den Grund. <April 2026>

PHOTO WTT

Sabine Winter
Geboren am 27. September 1992 in Deutschland. Sie begann mit 6 Jahren mit Tischtennis, startete jedoch erst mit 15, 16 Jahren als Spielerin ins Training. 2007 Dritte bei der Jugend-Europameisterschaft, 2010 deutsche Vertreterin bei den Weltmeisterschaften. 2013 Siegerin der ITTF World Tour Belarus Open. Sie spielte als beidseitige Offensivspielerin mit klassischem Noppen-außen-Belag, wechselte jedoch die Rückhandseite zu Anti-Spin-Rubber. Drei Monate später belegte sie bei den Europe Top 16 den 3. Platz. Am 6. April 2026 stand sie auf Rang 9 der Weltrangliste. Sie spielt in der 1. Bundesliga für den „TSV Dachau 1865“

Sabine Winter spielt den Ball mit Anti-Spin-Rubber auf der Rückhand zurück

Wir waren keine Familie von Profisportlern, also hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich einmal Profi im Tischtennis werden würde

●―Sabine, zunächst möchten wir mehr über Ihren Hintergrund erfahren. Wann und wodurch haben Sie mit Tischtennis begonnen?

Winter (im Folgenden W) Ich glaube, ich habe zum ersten Mal mit 6 Jahren einen Schläger in der Hand gehalten. Auslöser war ein Beinbruch meines Vaters beim Snowboarden. Er konnte nichts anderes tun, als auf einem Stuhl zu sitzen, und langweilte sich. Also nahm er mich mit in den Keller, wo eine Tischtennisplatte stand. Mein Vater saß dort mit gebrochenem Bein auf einem Stuhl, und ich spielte gegen ihn Tischtennis. Das machte mir Spaß, und so habe ich mich direkt darin vertieft.

●―Waren Ihre Eltern Tischtennisspieler?

W Beide haben Tischtennis gespielt, aber auf einem sehr niedrigen Niveau(笑). Sie spielten in den unteren Ligen in Deutschland, waren aber keine Profis, sondern betrieben es nur als Freizeitbeschäftigung.

●―Also sozusagen Hobbyspieler?

W Ja, genau, Hobbyspieler.

●―Erinnern Sie sich noch an das Gefühl, als Sie mit 6 Jahren zum ersten Mal den Ball geschlagen haben?

W An den Moment, in dem ich den Ball zum ersten Mal geschlagen habe, kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern(笑).

●―Hatten Sie damals schon in einem Club oder Ähnlichem gespielt?

W Ich glaube, ich bin mit 7 oder 8 Jahren in einen Club eingetreten, aber selbst dann ging ich nur etwa einmal pro Woche dorthin. Damals war es einfach ein Spiel; ich beschränkte mich nicht auf eine bestimmte Sportart, sondern machte viele verschiedene Sportarten.

●―Welche Sportarten haben Sie konkret gemacht?

W Im Club habe ich auch Fußball gespielt. Außerdem ging ich mit meinem Vater auf einen Sportplatz und spielte dort mit verschiedenen Leuten Baseball und Cricket. Es gab auch ein Spiel namens „Moonball“, das mein Vater erfunden hatte. Dabei schlägt man einen Tennisball hoch in die Luft und fängt ihn wieder auf. Tennis und Badminton haben wir auch gelegentlich gespielt, aber eben nur als Freizeitaktivität. Im Verein habe ich ernsthaft nur Fußball und Tischtennis betrieben. Ich habe es einfach geliebt, meinen Körper zu bewegen.

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