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[London: Was sagt uns das?] Hat jener Monster-Rubber Taipei neue Kraft verliehen? Vol. 2

[London: Was sagt uns das?] Hat jener Monster-Rubber Taipei neue Kraft verliehen? Vol. 2

〘Umbruch〙Die interessante Beziehung zwischen den starken Herrenteams und ihrem verwendeten Equipment. Hat jener Monster-Rubber Taipei neue Kraft verliehen?

 Zu den Spielern, die beim Londoner Turnier besonders glänzten, gehört KUO Guan-Hong aus Chinese Taipei. Der 17-jährige Linkshänder zeigt mit Block und Counter topspin ein herausragendes Ballgefühl. Sein Talent stand schon früh im Rampenlicht.

 KUO Guan-Hong besiegte in der Stage 1A Deutschland FRANZISKA und holte im Viertelfinale gegen Schweden im zweiten Einzel einen wertvollen Sieg gegen Anton KALLBERG. Damit wurde er gemeinsam mit dem Aushängeschild LIN Yun-Ju zu einem der Schlüsselspieler auf dem Weg zur Medaille für Taipei.

Obwohl KUO Guan-Hong mit knapp 180 cm groß gewachsen ist, wirkte er bislang eher schmal gebaut und ohne viel Power. Bei diesem Turnier schlug er jedoch gelegentlich Schläge mit beeindruckender Wucht. Seine derzeitigen Rubber sind auf beiden Seiten der ZYRE 03 von BUTTERFLY. Er hat zwar nach und nach etwas Muskelmasse zugelegt, doch daran besteht kein Zweifel: Der Wechsel des Equipments hat seine Schlagkraft gesteigert.  

 Auch LIN Yun-Ju von Taipei wechselte auf der Vorhand zur ZYRE 03 und setzte damit immer wieder krachende Counter topspin ein. Unter dem Equipment gibt es einen unaufhörlichen Fortschritt, und was heute auf dem neuesten Stand ist, kann zehn Jahre später schon veraltet sein – so ist die Welt der Inverted rubber. Taipei schien eigentlich etwas zu schwach besetzt, um eine Medaille zu holen. Hat es dieses neueste Monster-Rubber also gerettet?

 Schaut man außerdem auf die drei übrigen Teams, die bei den Herren unter die Top 4 kamen, ist ihr verwendetes Equipment ebenfalls höchst interessant.

 China verwendet zwar mitunter Rackets oder Rubber auf der Rückhandseite von ausländischen Herstellern, auf der Vorhand kommt jedoch immer ein klebriger Chinese-made-Rubber zum Einsatz. Und Japan: Alle fünf Spieler der Herren-Nationalmannschaft sind Vertrags-Player von BUTTERFLY. Beide Teams treten also auf der Weltbühne mit Equipment aus heimischer Produktion an.

 Frankreich hingegen hat die Brüder Lebrun bei TIBHAR, COTON bei DONIC sowie GAUZY und PORET bei andro – alle mit Verträgen bei deutschen Herstellern. Die einzigartige und kreative Spielweise Frankreichs und die bodenständige, solide Fertigung aus Deutschland: vielleicht eine geschickte „Arbeitsteilung“?

 Und das „Original“ Deutschland? Dort sind Dang QIU, FRANZISKA und DIMITRIJ OVTCHAROV durchweg Vertrags-Player von BUTTERFLY; unter den Leistungsträgern spielt nur Benedikt DUDA mit deutschem Rubber, als VICTAS-Vertragsspieler. Etwas schade – oder ist das einfach nur deutsche Rationalität …?

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