Seiya Kishikawa [Trainer der japanischen Herren-Nationalmannschaft]
Das japanische Herren-Team schaffte erstmals seit zehn Jahren wieder den Einzug ins Final und gewann bei der Weltmeisterschaft im Herren-Team die Silbermedaille.
Seiya Kishikawa, der das Team bei der Weltmeisterschaft im Team erstmals als Trainer betreute, sprach über die Gewissheit und den Frust aus London sowie über den aktuellen Stand auf dem Weg zur Weltspitze.
◆ Kishikawa Seiya
Geboren am 21. Mai 1987, aus der Präfektur Fukuoka. Mit 15 ging er nach Deutschland und wurde unter Mario Amizic stärker. Bei Weltmeisterschaften gewann er insgesamt sieben Bronzemedaillen: vier im Team, zwei im Herren-Doppel und eine im Mixed Doubles. Er vertrat Japan bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und 2012 in London. Im April 2025 wurde er Trainer der japanischen Herren-Nationalmannschaft.
„Nicht ein einziger Spieler war mit dem Einzug ins Final zufrieden, mich eingeschlossen“
Jetzt, da das Turnier vorbei ist, bin ich ehrlich gesagt in ziemlich zwiespältiger Stimmung.
Dass wir bei der Weltmeisterschaft im Herren-Team erstmals seit zehn Jahren wieder das Final erreicht und die Silbermedaille geholt haben, ist ein großartiges Ergebnis. Allein der Weg ins Final hat uns eine neue Perspektive eröffnet, und weil wir den Titel wirklich holen wollten, ist die Enttäuschung umso größer. Ganz ehrlich: Freude und Frust halten sich bei mir die Waage.
Als wir im Semi-final Chinesisch Taipeh besiegt und den Einzug ins Final geschafft haben, war ich wirklich überglücklich. Aber auch das hielt nur einen kurzen Moment, und nicht ein einziger Spieler war mit dem Finaleinzug zufrieden, mich eingeschlossen. Alle wollten mit voller Entschlossenheit Gold holen und durch einen Sieg gegen China die Nummer eins der Welt werden. Das japanische Herren-Team ist längst keine Mannschaft mehr, die sich nur über den Finaleinzug freut.
Dieses Turnier wurde in einem neuen System ausgetragen, und im Rückblick war es ehrlich gesagt ziemlich schwierig. Das frühere Format mit der Vorrunde war für uns einfacher. Bislang konnten wir uns während der Vorrunde an die Halle, das Tisch und den Ball gewöhnen.
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