O-KOKU
卓球王国

The worlds leading table tennis magazine, since 1997

O-KOKU
Die japanische Frauenmannschaft ist die Nummer 2 der Welt. Trainer Rui Nakazawa sagt: „China ist noch immer eine hohe Hürde. Aber es ist keine Hürde, die man niemals überwinden kann.“

Die japanische Frauenmannschaft ist die Nummer 2 der Welt. Trainer Rui Nakazawa sagt: „China ist noch immer eine hohe Hürde. Aber es ist keine Hürde, die man niemals überwinden kann.“

Rui Nakazawa
中澤鋭[Frauen-Nationalmannschaftstrainer]

Hinter der Silbermedaille standen viele Erkenntnisse, die sich nicht allein mit dem Ergebnis beschreiben lassen. Was sich daraus abzeichnete, waren der Abstand zu China und das Potenzial der japanischen Frauen. Rui Nakazawa spricht über die Erträge und Aufgaben, die London gebracht hat.

◆nakazawa・rui

Geboren am 7. September 1979, stammt aus der chinesischen Provinz Hebei. Mit 24 Jahren beendete er seine aktive Karriere und kam 2002 nach Japan. Nach 13 Jahren als Trainer wurde er Trainer der JOC Elite Academy Frauen. Seit 2022 ist er außerdem Trainer der Frauen bei der Kinoshita Tischtennis Academy und Trainer in der T-League; im Finale der T-League-Saison 2024-2025 führte er sein Team zum Titel. Im April 2025 wurde er Trainer der japanischen Frauen-Nationalmannschaft.

„China ist noch immer eine hohe Hürde. Aber es ist keine Hürde, die man niemals überwinden kann“

Miwa Harimoto bezwang Wang Manyu. Honoka Hashimoto schlug Kuai Man. Die japanischen Frauen drängten China im Finale an den Rand einer Niederlage und mussten doch mit nur einem Punkt Unterschied die bittere Pille schlucken. Und dennoch war das Bild, das sich in London zeigte, mehr als nur die Enttäuschung über die Niederlage.

Über die Hoffnung und die Aufgaben, die hinter der Silbermedaille lagen, sowie über das Gefühl, Weltmeister werden zu können, sprach Trainer Rui Nakazawa.

Es ist schon eine Weile her, seit die Tischtennis-WM in London zu Ende gegangen ist, aber wenn ich jetzt noch einmal zurückblicke, sind meine ehrlichen Gefühle zu gleichen Teilen „Frust“ und „Zuversicht“.

Die japanische Frauenmannschaft verlor im Finale gegen China mit 2:3 und gewann Silber. Wie schon bei der letzten WM reichte es wieder knapp nicht, und genau deshalb ist mir der Ausdruck „ein Punkt“ besonders stark im Kopf geblieben.

Eine Silbermedaille gewinnt man nicht einfach so. Die japanische Frauenmannschaft steht nun schon bei sechs Weltmeisterschaften in Folge im Finale, und schon das ist alles andere als selbstverständlich. Trotzdem hatte ich schon vor dem Turnier nur eines im Kopf: China zu schlagen und Gold zu holen.

Dieser Inhalt ist kostenpflichtig

Mit einem Abonnement können Sie alle kostenpflichtigen Artikel einsehen

Teilen