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Block, um den Ball mit „借力“ auf die gegnerische Tischhälfte zu bringen

Block, um den Ball mit „借力“ auf die gegnerische Tischhälfte zu bringen

【RinRin Tischtennis-Klinik Vol. 2】

Aus einer schönen, vernünftigen Form heraus entfaltet der chinesische Player eine fehlerfreie Serie von Attacken. Hier lernst du die „Initialeinstellung“, die als Grundlage für diese Form dient. Mit den Coaches Mika Nishizawa und Mei Nishizawa, die im chinesischen Tischtennis geschult wurden und in der japanischen Tischtenniswelt Unterrichtserfahrung gesammelt haben, kannst du die Grundlagen deines Tischtennis noch einmal neu überprüfen!

Mei Nishizawa

geboren am 6. Dezember 1982, aus der Provinz Hebei, China. Chinesischer Name: 翟銘. 1996 Zweiter bei den chinesischen Juniorenmeisterschaften

Mika Nishizawa

geboren am 17. Januar 1983, aus der Provinz Liaoning, China. Chinesischer Name: 劉婷婷. Von der Nissan Gakuen High School wechselte sie an die Tokyo Fuji University und gewann 2003 die japanischen Studentenmeisterschaften( 

„借力“ als Grundprinzip des chinesischen Tischtennis. Vom Ausgangspunkt „Wenn es trifft, geht es rein“ aus lernt man im Mehrballtraining den Schlägerwinkel

Im chinesischen Tischtennis gibt es das Wort „借力“, das bedeutet, die Schlagkraft des Balls des Gegners für den Return zu nutzen. Der Block als Ausgangspunkt für einen schönen Forehand ist genau diese Technik des „借力“. Zunächst lässt man im Mehrballtraining leicht kräftigere Bälle zur Forehand spielen und prägt dem Körper den Schlägerwinkel ein, mit dem jeder Ball fehlerfrei und beliebig oft auf die gegnerische Seite geht. Wenn man das Gefühl entwickelt, den Ball zuverlässig auf die gegnerische Seite zu bringen, führt das zu einer sauberen Form ohne unnötige Kraft.

In Japan hingegen ist das Unterrichtskonzept bei der Forehand selbst für Anfänger meist darauf ausgerichtet, von Anfang an kräftig zu schwingen (siehe folgende Bildserie). Das lässt sich als Anleitung zum „発力(ファーリィ)“ beschreiben, also dazu, die eigene Schlagkraft zu erzeugen, statt sie zu „借力“ zu nutzen.

▼ Die japanische Forehand, bei der von Anfang an geschwungen wird

Block, mit dem man den Ball über „借力“ auf die gegnerische Seite bringt

Im Mehrballtraining lässt man den Ball zur Forehand-Sideline spielen und returniert ihn, indem man die Kraft „ausleiht“

▼ Zunächst „den Winkel erfassen, mit dem der Ball, wenn er trifft, auf der gegnerischen Seite landet“

Wenn man nicht das Gefühl hat, den Ball auf die gegnerische Seite zu bringen, gerät die Form leicht aus dem Gleichgewicht. Einmal erworbene Angewohnheiten lassen sich nicht so leicht korrigieren!

Wenn man die Forehand lernt, gibt es in China den Ansatz, mit einem Block zu beginnen und dabei das Bewusstsein für „借力“ zu haben, während man in Japan von Anfang an kräftig schwingen lässt, um die Form des Shadow swing zu entwickeln. Weder das eine noch das andere ist grundsätzlich besser oder schlechter. Wenn man aber weitermacht, ohne den Schlägerwinkel „Wenn es trifft, geht es rein“ zu entwickeln und das Gefühl zu erwerben, den Ball auf die gegnerische Seite zu bringen, versucht man mit einer veränderten Form den Ball auf die gegnerische Seite zu bringen, wodurch sich leicht unnötige Angewohnheiten einschleifen. So gibt es zum Beispiel Player, bei denen sich der Schlägerwinkel nach dem Impact wie in der untenstehenden Bildserie nach oben dreht; auch das dürfte das Ergebnis davon sein, dass sie mit einer veränderten Form versuchen, den Ball auf die gegnerische Seite zu bringen.

Und im Tischtennis ist die allererste Form und das erste Gefühl, wenn man anfängt, den Ball zu schlagen, äußerst wichtig. Natürlich ist es ideal, eine formfreie Bewegung zu lernen, aber selbst Angewohnheiten, die man sich in der ersten Woche bis zum ersten Monat nach dem ersten Griff zum Racket aneignet, können noch zehn oder zwanzig Jahre später nicht verschwunden sein. Deshalb nimmt man in China im Block mit großer Sorgfalt die „Initialeinstellung“ vor.

▼ Ein schlechtes Beispiel, bei dem sich der Schlägerwinkel nach dem Impact nach oben öffnet. So kann man keinen Schläger formen, mit dem der Ball sicher auf der gegnerischen Seite landet

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