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Jun Mizutani Blick: „Wie lange werden Matsushimas übermäßiges Selbstvertrauen und seine Draufgängerlust anhalten?“

Jun Mizutani Blick: „Wie lange werden Matsushimas übermäßiges Selbstvertrauen und seine Draufgängerlust anhalten?“

Für japanische Tischtennisspieler ist die als „All Japan“ bezeichnete Alljapanische Tischtennismeisterschaft etwas ganz Besonderes.
Sie ist die nationale Spitzenbühne mit einer mehr als 80-jährigen Geschichte und diente in der Vergangenheit zugleich als Qualifikation für die japanische Weltmeisterschafts-Nationalmannschaft. Dieser Titel ist mitunter schwerer zu gewinnen als ein Sieg bei einem internationalen Turnier, und alle Top-Spieler richten ihre Form gezielt auf dieses Ziel aus.

Jun Mizutani, der diese Alljapanische Meisterschaft zehnmal gewonnen und sich damit den Namen eines „Königs“ gemacht hat wie kein anderer zuvor, analysiert das Turnier von vor eineinhalb Jahren. Gemeint ist die Veranstaltung, bei der der damals 17-jährige Sora MATSUSHIMA im Semi-final Tomokazu. HARIMOTO, einen der bestplatzierten Spieler der Welt, besiegte und mit seinem ersten Titel für eine Sensation sorgte. Hat dieser spektakuläre Victory vielleicht schon damals seinen jetzigen Triumph bei den WTT Smash USA 2026 erahnen lassen?

《Analyse des Männer-Einzel bei den Alljapanischen Meisterschaften 2025》

Jun Mizutani 
Olympiasieger von Tokio, 10-maliger Sieger der Alljapanischen Meisterschaften

Matsushimas entschlossene Art beim Service war der Grund für den Sieg

Sora MATSUSHIMA, der mit acht verschiedenen Services variierte, Long service einstreute und jeden Ball mit einem anderen Service spielte

 Zunächst wollen wir auf das Semi-final zwischen Sora MATSUSHIMA (Kinoshita Group) und Tomokazu. HARIMOTO (Tomokazu Kikaku) zurückblicken.

● Männer-Einzel, Semi-final

Sora MATSUSHIMA   13-11、9ー11、11-7、13-11、11-7  Tomokazu. HARIMOTO 

 In diesem Match zeigte Matsushima beim Service große Entschlossenheit. Seine Stärke ist, dass er den Ball bei seinen Services überall platziert, ganz gleich, ob sie gerade gut wirken oder nicht.

 Ein Spieler neigt dazu, einen wirkungsvollen Service immer wieder einzusetzen, doch er hat seinen Service mit jedem Ball verändert. Durch sidespin, Topspin und sogar durch Veränderungen seiner Position konnte er rund acht verschiedene Services einsetzen. Außerdem spielte er häufig Long service, sodass der Gegner nicht nur die acht Varianten des Services einkalkulieren, sondern auch stets auf den Long service achten musste. Dadurch war der Druck auf die Receive-Seite enorm. Diese Art, den Service einzusetzen, ist dieselbe wie bei Timo Boll (Deutschland/Olympiasieger).

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