Nachdem sie Miki House, wo sie 12 Jahre lang unter Vertrag stand, verlassen hatte, wechselte Honoka Hashimoto im April dieses Jahres zu Denso Polaris in der Japan League. Sie nimmt auch weiterhin aktiv an internationalen Turnieren teil und ist in der Weltrangliste wieder in die Top 10 zurückgekehrt, erstmals seit 2017. Sie sprach über ihre inneren Konflikte rund um den Wechsel und ihre Gedanken dazu. <Interview, Juni 2025>
PHOTO Manabu Nakagawa / WTT
Ich wollte bis zu meinem Karriereende ohne Reue weitermachen
●─Nun sind etwas mehr als einen Monat seit Ihrem Wechsel zu Denso vergangen. Haben Sie sich an die neue Umgebung gewöhnt?
Hashimoto (im Folgenden Hashimoto) Ich bin wegen der vielen Turnierreisen selten zu Hause, aber ich gewöhne mich langsam ein. Auch daran, Osaka hinter mir zu lassen und an einem neuen Ort zu leben, habe ich mich inzwischen gewöhnt.
Von den sechs Spielerinnen bei Denso sind vier meine jüngeren Vereinskolleginnen aus dem Taku Shun Club (Aichi). Bislang haben sie mich immer nur „Hashimoto-san“ genannt, aber jetzt sprechen mich viele als „Honoka-chan“ beim Vornamen an. Das ist wirklich sehr neu für mich haha.
●─Hat sich Ihr Trainingsumfeld im Vergleich zu Ihrer Zeit bei Miki House verändert?
Hashimoto Wenn ich einen Unterschied nennen müsste, dann den Boden. Bei Miki House und bei Nippon Paint Malletts war der Trainingsraum mit roten Matten ausgelegt, aber der Trainingsraum von Denso hat einen Holzboden. Das ist wohl der einzige Unterschied. Als ich auch das Trainingspensum nachgerechnet habe, war es fast genau gleich.
●─Ihr Trainingsstandort ist Kōsei in der Präfektur Shizuoka. Wie verbringen Sie Ihre freien Tage?
Hashimoto Ähm, rundherum verlaufen Straßen, und es gibt überall viel Grün – wirklich ein sehr naturnaher Ort haha. Ohne Auto kann man nicht wirklich wegfahren, aber gerade deshalb verbringe ich oft Zeit in meinem Zimmer, schlafe aus oder lasse es einfach ruhig angehen.
●─Was war der wichtigste Grund für Ihren Wechsel zu Denso?
Hashimoto Ich wurde bisher an der Shitennoji Junior- und Senior High School sowie bei Miki House immer sehr gut unterstützt, und dafür bin ich sehr dankbar.
Andererseits gab es auch Situationen, in denen es schwierig wurde, bei WTT und anderen Auslandsturnieren genau dann zu starten, wenn ich selbst antreten wollte, während junge Spielerinnen wie Satsuki Odo und Sakurau Yokoi immer stärker wurden. Ich wollte meine aktive Karriere bis zu meinem Ende ohne Reue fortsetzen, und deshalb habe ich mich für den Wechsel entschieden.
Ich suchte bei mehreren Teams nach einer neuen Möglichkeit, und schließlich meldete sich Denso bei mir, für das ich 2024 in der Japan League als Gold-(Leih-)Spielerin aufgelaufen war. Dort sagte man mir, dass man internationale Einsätze aktiv unterstützen würde, und so entschied ich mich für den Wechsel zu Denso. Auch nachdem sich meine Zugehörigkeit geändert hat, unterstützt mich Miki House weiterhin als Sponsor, was ich sehr zu schätzen weiß.
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